Kindheit in Kolumbien

Seit Jahrzehnten dauert nun schon ein bewaffneter Konflikt in Kolumbien an. Die links gerichteten Guerillagrup- pen kämpfen gegen das kolumbianische Militär. Die rechtsgerichteten Paramilitärs stehen im Konflikt mit den Guerillagruppen. Beide Parteien verüben jedoch auch Anschläge auf die Zivilbevölkerung und verletzen die Menschenrechte.

Im kolumbianischen Konflikt sind seit 1964 etwa 200.000 Menschen umgekommen. Außerdem werden insbesondere zur Finanzierung des Konfliktes, aber teilweise auch zur Destabilisierung des politischen Systems, bis zu 3.000 Personen jährlich von den bewaffneten Gruppierungen entführt und teilweise auch getötet. Den Daten der Weltbank zufolge lebten im Jahre 2006 mehr als 49% der Kolumbianer in Armut. Davon galten 7% als absolut arm, das heißt mit einem täglichen Einkommen von unter einem US-Dollar.

Die größten Leidtragenden sind meistens die Kinder. Als Vertriebene oder Waisen leben sie oft auf der Straße oder in Notunterkünften. Die meisten von ihnen haben schreckliche Dinge erlebt. 55% der Flüchtlinge sind jünger als 18 Jahre, über 30% jünger als 5 Jahre.